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Ausgabe 14.02.2010
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Die Verlierer üben sich in Selbstkritik
Club-Profis bekennen sich zu schlechter Leistung vor der Pause in Gladbach, sind aber auch zornig auf Schiri
  
Foto: Wolfgang Zink
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NÜRNBERG – Das Nachtarocken nach der 1:2-Niederlage in Mönchengladbach gliederte sich beim Fußball-Bundesligisten 1. FC in zwei Teile: So war zum einen der Zorn auf Schiedsrichter Florian Meyer wegen seiner Fehlentscheidung beim Siegtreffer der Borussia – ihm ging ein Foul von Matmour an Torhüter Raphael Schäfer im Fünfmeter-Raum voraus – noch längst nicht verraucht.

Zu wenig bewegt

Zum anderen übten die Verlierer aber auch Selbstkritik angesichts des blamablen Auftritts in den ersten 45 Minuten. «Wir haben uns zu wenig bewegt und zu viele Bälle schnell verloren. Dadurch kam kein vernünftiger Spielaufbau zustande», bekannte Kapitän Andreas Wolf.

Eine Aussage, der sich Torhüter Schäfer anschloss. «Wir haben nicht gut gestanden und die Gladbacher zu Kontern eingeladen», ergänzte er.

Für Montag hat Trainer Dieter Hecking eine gründliche Video-Analyse angesagt. Was er seinen Schützlingen vorhalten wird, deutete er schon einmal an: Sie hätten sich in der ersten Hälfte zu wenig bewegt und sich mit schlampigen Abspielen zu viele Ballverluste geleistet.

So war der Gladbacher Führungstreffer durch Colautti eine Gemeinschaftsproduktion des Trios Breno, Wolf und Javier Pinola. Bayern-Leihgabe Breno wurde dennoch zu Recht von seinem Chef gelobt: «Er hat überragend gespielt.» Die zweite Hälfte stimmte den Trainer etwas versöhnlicher. Nach seiner Kabinenpredigt (Wolf: «Der Trainer hat die richtigen Worte gefunden») hätten die Spieler endlich das geplante Vorhaben in die Tat umgesetzt.

Prompt wurden sie gleich nach dem Wiederanpfiff durch Torjäger Albert Bunjaku mit dem 1:1 belohnt. Mit seinem 11. Saisontor unterstrich der Schweizer Nationalspieler seinen großen Wert für den Club.

Doch dann hatte Pfeifenmann Meyer seinen unrühmlichen Auftritt, den Torwart Schäfer partout nicht vergessen kann. «Wir hatten mit dem 1:1 einen Punkt sicher. Doch dann hat der Schiedsrichter ins Spiel eingegriffen.»

Schäfer hatte sich sofort nach dem Abpfiff bei Meyer beschwert, dabei aber glücklicherweise sein manchmal überschäumendes Temperament gebremst. Er verwies auch auf eine Szene in der 73. Minute, in der Angelos Charisteas von Dante im Strafraum elfmeterreif gefoult worden war.

Die Reaktion von Trainer Hecking auf die Fehlleistung des Spielleiters? «Das 2:1 hätte nicht gegeben werden dürfen», sagt er kurz und lenkte auf die bereits erwähnte schwache Leistung seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten über.

Zufrieden wurde beim Club die Heimpleite gestern von Hannover gegen Werder Bremen registriert. «Wir sind dadurch nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt», sieht Raphael Schäfer einen Hoffnungsschimmer am Horizont.

DIETER BRACKE

14.2.2010 0:00 MEZ
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