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| | Eichhörnchen beim Club wieder populär | | Der 1. FC Nürnberg sammelt weiter Punkte - 0:0 beim VfL Bochum - Auf den Relegationsplatz geklettert | | |
BOCHUM - Der 1. FC Nürnberg lässt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga offenbar die einst in den 80er Jahren von Trainer Udo Klug propagierte Eichhörnchen-Methode wieder aufleben. Nach dem 1:1 gegen den FC Bayern München ergatterte der Club auch gestern beim in diesem Jahr noch ungeschlagenen VfL Bochum ein Pünktchen, das in der Endabrechnung vielleicht noch sehr wertvoll sein könnte.
Trainer Dieter Hecking hatte nicht ganz unerwartet im Sturm dem wendigen Eric Maxim Choupo-Moting den Vorzug vor Routinier Angelos Charisteas gegeben. Zudem musste der Club-Coach auf Innenverteidiger Breno verzichten: Der zuletzt so souveräne Brasilianer brach das Aufwärmtraining wegen Magen-Darm-Problemen ab, für ihn rückte kurzfristig Dominic Maroh ins Team.
Der Tabellenvorletzte war vor 24 780 Zuschauern sichtlich bemüht, den bekannt konterstarken Westfalen nicht ins offene Messer zu laufen und versuchte aus einer kompakten Defensive Nadelstiche zu setzen.
Das gelang phasenweise zumindest im Ansatz ganz gut, weil vor allem der agile Ilkay Gündogan, der diesmal auf der zentralen Mittelfeldposition agierte, seine Mitspieler gekonnt in Szene setzte. In der 20. Minute etwa bediente der Ex-Bochumer auf links Albert Bunjaku, dessen Schuss aus spitzem Winkel gerade noch abgeblockt werden konnte. Dann strich nach einer Gündogan-Ecke ein Kopfall-Aufsetzer des Schweizers knapp vorbei (22.). In der 37. Minute war es schließlich Choupo-Moting, der nach Zuspiel von Mike Frantz nur das Außennetz traf.
Trotz dieser respektablen Gelegenheiten mussten die Gäste letztlich froh sein, mit einem 0:0 in die Kabine zu gehen – die beste Chance hatte sich nämlich dem ansonsten ideenlosen VfL eine Minute vor der Pause in einem wilden Strafraum-Getümmel geboten. Nach Ecke von Milos Maric parierte Keeper Raphael Schäfer zunächst einen Kopfball von Christoph Dabrowski, dann klärte Gündogan vor der Linie, Schäfer rettete erneut gegen Dabrowski. In der zweiten Halbzeit waren die Chancen dann gleichmäßig verteilt. Die Auftaktphase gehörte dem Club.
Erst zielte Bunjaku nach einem schönen Solo über das Tor (54.), dann setzte sich Choupo-Moting geschickt durch, brachte im Strafraum aber nur eine bessere Rückgabe zustande (60.). Im Gegenzug hatte Schäfer Glück, als Maroh einen Schuss von Zlatko Dedic knapp neben das Tor abfälschte (61.). In der 70. Minute schließlich brachte der Club-Keeper einen Kopfball von Stanislav Sestak erst im Nachfassen gerade noch unter Kontrolle.
Wenig berauschend
So stand nach einem insgesamt wenig berauschenden Fußballspiel auf beiden Seiten durchaus folgerichtig die Null - ein Resultat, das den Aufsteiger zumindest für eine Nacht endlich einmal wieder auf den 16. Tabellenplatz klettern ließ. Hannover kann heute mit einem Punktgewinn gegen Wolfsburg allerdings wieder vorbeiziehen. Für einen negativen Schlusspunkt sorgte der bereits in der ersten Halbzeit wegen eines völlig unsinnigen Handspiels zum fünften Mal verwarnte Bunjaku: In der 87. Minute sah Nürnbergs Torjäger wegen Ballwegschlagens die Gelb-Rote Karte. Im nächsten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen wäre er aber auch so gesperrt gewesen.
Überschattet wurde die Partie von einem Vorfall kurz vor Spielbeginn, als Anhänger im Nürnberger Block wieder einmal Rauchbomben und bengalische Feuer gezündet hatten. Dabei erlitten acht Club-Fans Verletzungen, zwei davon mussten sogar mit schweren Brandwunden ins Krankenhaus gebracht werden. ULI DIGMAYER
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| 28.2.2010 0:00 MEZ |
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