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| | Der Klassenerhalt rückt wieder näher | | Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg gewinnt überraschend bei Hertha BSC mit 2:1 - Randale nach der Partie | | |
BERLIN – Der Club hat im Kampf um den Klassenerhalt einen direkten Konkurrenten abgeschüttelt und einen großen Schritt nach vorne gemacht. In einer spektakulären Partie gewann Nürnbergs Fußball-Bundesligist bei Hertha BSC Berlin durch einen Treffer in der Schlussminute von Angelos Charisteas mit 2:1 (0:1). Zuvor hatte Theofanis Gekas die lang klar überlegenen Berliner völlig verdient in Führung geschossen (37.), ehe Albert Bunjaku zwischenzeitlich per Kopfball zum 1:1 ausgleichen konnte (61.).
Trainerbank zerstört
Überschattet wurde der Club-Sieg von schweren Ausschreitungen von rund hundert Berliner Chaoten, die nach dem Schlusspfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Ihren Frust ließen sie unter anderem an der Trainerbank der Berliner aus und machten Kleinholz aus ihr. Verletzt wurde bei den Tumulten, die nach kurzer Zeit von der Polizei beendet wurden, niemand. Eine geplante Aktion der Club-Spieler, die via T-Shirts einen Genesungswunsch an ihren verletzten Kollegen Breno schicken wollten, fiel der Randale zum Opfer.
FCN-Coach Dieter Hecking hatte neben der verletzungsbedingten Umstellung auch in der Offensive eine erwartete Veränderung vorgenommen. Albert Bunjaku, mit bis dato elf Saisontoren Nürnbergs Top-Torjäger, rückte ins Team und Mike Frantz nahm dafür zunächst auf der Bank Platz.
Berlins Coach Friedhelm Funkel hatte seine Mannschaft vor der für das Bundesligaschlusslicht zum Endspiel apostrophierten Partie für drei Tage in das noble Fünf-Sterne-Hotel »Bayerisches Haus» einquartiert. Dort gelang es ihm offenbar, seinen Spielern kräftig den Kopf zu waschen: Denn die Berliner spielten groß auf, als könnten sie sich noch für den Uefa-Cup qualifizieren. Und der Club sah dabei eine Halbzeit lang erstarrt und staunend zu.
Diese Tatenlosigkeit brachte Berlin eine Reihe hochkarätiger Torchancen ein. Dass der Club bis zur Halbzeit nicht schon aussichtslos zurücklag, hatte er vor allem seinem überragenden Torhüter Raphael Schäfer zu verdanken.
Der 31-Jährige und das Aluminium wechselten sich darin ab, den Rückstand des Clubs zu verhindern. Was ihnen auch mehr als eine halbe Stunde gelang. Glück hatte der Club zudem, als Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) einen Schubser von Schäfer an Cicero nicht mit einem Strafstoß ahndete.
Erst nach 23 Minuten wagten sich die Nürnberger einmal ernsthaft in die Nähe des Berliner Gehäuses. Nach einem Konter konnte der erneut überzeugende Ilkay Gündogan den verunglückten Schuss von Marcel Risse aber nicht ins Tor lenken.
Erneute Glanzparade
Anschließend benötigte es wieder eine Glanzparade von Schäfer bei einem Gekas-Kopfball. Nach 37 Minuten musste sich aber auch der FCN-Keeper beim Abstauber des Hertha-Torjägers geschlagen geben. Der Grieche traf im Nachsetzen zur verdienten Führung für Berlin.
Nach dem Seitenwechsel und der Kabinenpredigt von Hecking gestaltete der Club die Partie ausgeglichener. Der Ausgleich fiel dennoch aus heiterem Himmel. Nach einem Risse-Eckball stand Bunjaku goldrichtig und köpfte zum 1:1 ein (61.).
In dem offenen Schlagabtausch, der danach folgte, hatte der 1. FCN das glücklichere Ende für sich. Frantz (72.), Bunjaku (76.) sowie Charisteas (80.) konnten zunächst ihre Konterchancen nicht nutzen. Erst in der Nachspielzeit machte es Charisteas besser und traf zum 2:1. STEFAN JABLONKA
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| 14.3.2010 0:00 MEZ |
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